Workshop - Kreis schneiden

Immer im Kreis herum?
Runde Werkstücke lieber mit der Kreisschneidevorrichtung herstellen

Manche "Könner" bringen es fertig, kreisförmige Werkstücke auf der Kreissäge anzufertigen. Ein solches Vorgehen ist nicht nur nicht fachgerecht, sondern höchst leichtsinnig und grenzt schon an grobe Fahrlässigkeit.

Ein Profi, dem eine sichere ebenso wie rationelle Arbeitsweise wichtig ist, wird einen anderen Arbeitsgang wählen, und zwar mit Hilfe einer Kreisschneidevorrichtung. Wir zeigen Ihnen hier, wie es geht.

Seitlich der Bandsäge eine Tischverlängerung anbringen, in der sich eine Kreisschneidevorrichtung befindet. Diese lässt sich zum Ein- und Ausfahren des Werkstückes horizontal schwenken (Bild 1). Da sie stufenlos verschiebbar ist, kann jeder beliebige Durchmesser eingestellt werden.

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Die Kreisschneidevorrichtung so positionieren, dass der Mittelpunkt bei eingeschwenktem Führungsbrett in einer Flucht mit der Zahngrundlinie des Bandsägeblattes liegt.

Die Zentrierspitze auf den gewünschten Radius einstellen.

Bei ausgeschwenktem Führungsbrett das Werkstück auf den Zentrierpunkt legen und dem Bandsägeblatt zuführen (Bild 2).

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Nach dem Einschwenken das Werkstück gegen das Sägeblatt drehen und exakte Kreise sägen - ohne Anreissen (Bild 3).

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Das Führungsbrett wieder ausschwenken und das fertige Werkstück abnehmen.

Danach die Schnittreste vorsichtig entfernen.

Je kleiner das kreisförmige Werkstück werden soll, desto schmaler muss das Sägeblatt sein. Die Kreisschneidevorrichtung kann jeder Schreiner ohne großen Aufwand selbst herstellen oder im Fachhandel kaufen.

© Horst Karban, Holz-Berufsgenossenschaft

 


 

Quellenverzeichnis (Grafiken):

Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM)
Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM), 55124 Mainz