Workshop - Abrichten kurzer Werkstücke

Abrichten kurzer Werkstücke an der Abrichthobelmaschine

Die Abrichthobelmaschine, das zeigen die Analysen der Holz-BG, stehen beim Unfallrisiko an der Spitze, noch vor der Tischfräsmaschine und weit vor der Kreissäge.

Schutzbrücke Nur mit geeigneten Schutzvorrichtungen wie Schutzbrücke ...

Gliederschwingschutz ... Gliederschwing-
schutz

Klappenschutz oder Klappenschutz ist ein sicheres Arbeiten
an der Abrichthobelmaschine möglich.

Einer der Arbeitsgänge an der Abrichthobelmaschine, die besonders häufig zu Unfällen führen, ist das Abrichten kurzer Werkstücke, da die auftretenden Schnittkräfte oft unterschätzt werden. Wer glaubt, ein kurzes Werkstück mit bloßen Händen halten zu können, riskiert, daß es weggeschleudert wird und die Hände in die Hobelmesserwelle geraten. Um dies zu verhindern, arbeiten Profis, je nachdem, welche Schutzvorrichtung zur Verfügung steht, mit Zuführlade oder Schiebeholz.

Klappenschutz
Wird als Schutzvorrichtung der herkömmliche Klappenschutz verwendet, darf die Messerwelle nur so weit unverdeckt bleiben, wie es die Werkstückbreite erfordert. Das Werkstück kann dann mit Hilfe der Zuführlade, die mit beiden Händen gehalten werden muß, sicher abgerichtet werden. Um die Schnittkräfte, gerade zu Beginn des Arbeitsgangs, möglichst gering zu halten, empfiehlt es sich, das Werkstück um etwa 20¡, also mit einem sehr spitzen Winkel, gegen die Vorschubrichtung gedreht vorzuschieben. Zur Vermeidung eines Rückschlags dürfen Werkstück und Zuführlade nicht über die freie Messerwelle zurückgeführt werden.

Gliederschwingschutz
Auf die gleiche Art und Weise können auch mit dem Gliederschwingschutz kurze Werkstücke sicher bearbeitet werden. Dabei bietet diese Schutzvorrichtung den zusätzlichen Vorteil, daß die Hobelmesserwelle nach dem Arbeitsgang automatisch wieder verdeckt wird.

Schutzbrücke
Kommt die Schutzbrücke als Werkzeugverdeckung zum Einsatz, ist eine andere Arbeitsweise erforderlich: Das Werkstück wird mit der linken Hand auf den Aufgabetisch gedrückt und mit dem von der rechten Hand geführten Schiebeholz vorgeschoben. Die linke Hand gleitet über die Schutzvorrichtung. Wenn das Werkstück auch auf dem Abnahmetisch aufliegt, muß dort der Druck mit der linken Hand angesetzt werden. Damit das Werk-stück nicht flattert und damit es ganz unter der Schutzbrücke durchgeschoben werden kann, darf das Schiebeholz nicht dicker als das Werkstück sein.

 

Welche der drei Schutzvorrichtungen im Betrieb auch zum Einsatz kommt, verzichten Sie beim Abrichten kurzer Werkstücke nie auf die Schiebelade beziehungsweise das Schiebeholz.
Nur so gehen Sie auf Nummer Sicher.

 

© Theo Schwab, Holz-Berufsgenossenschaft

 


 

Quellenverzeichnis (Grafiken):

Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM)
Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM), 55124 Mainz